„Was ist denn mit der Liebe los?“ Die „Philemoniker“ haben Antworten

Philemons schwungvolle Revuegirls und -boys

Philemons schwungvolle Revuegirls und -boys

(bs)  Probe. Jacken werden auf Fensterbänke geknautscht. Be-grüßungen schwirren durch den Gemeindesaal. „Hallo Ulf“, „Schön dich zu sehen, Thies“, „Tach Traute“. Pünktlich zum Probenbeginn haben die sechzehn Damen und Herren Tische und Stühle geschleppt und der kargen Bühne einen Hauch von Eckkneipe verliehen.
Harald Paulsen hebt die Arme. Es wird still. Er schlägt den ersten Ton auf dem Klavier an und der Raum füllt sich vielstimmig mit „ba-ba-ba“ und „la-la-la“. Die „Philemoniker“ ölen die Stimmbänder, singen sich ein für das gesangliche Repertoire, das an diesem Probenabend vor ihnen liegt. Für das Eröffnungslied der Revue „Was ist denn mit der Liebe los?“ haut Harald Paulsen in die Tasten, die „Philemoniker“ nehmen die Bühne in voller Breite ein und singen aus nicht minder voller Brust. Mitreißend, temperamentvoll – doch mit der Aufstellung der Sänger ist der Taktgeber noch nicht zufrieden. „Schaut doch mal auf eure Füße. So sieht doch keine Reihe aus“, bemerkt Paulsen. Sohlen schubbern übers Holz. „Vortreten, stillgestanden“, lacht Paulsen. Weiterlesen

Gärtnerhof am Stüffel e.V. – Geldsegen von Alma Hoppe und den Lions

Stüffelaner haben einen grünen Daumen

Stüffelaner haben einen grünen Daumen

(bs)   „Es handelte sich bereits um die siebte Veranstaltung, die wir von den Lions Hoheneichen in Kooperation mit dem Kabarett Alma Hoppe auf die Beine gestellt haben“, erzählt Lions Club Mitglied Karsten Mehner (63), während im Hintergrund die Pferde wiehern. Jedes Jahr findet das Spendenkabarett in Alma Hoppes Lustspielhaus statt. „Nils Loenicker organisiert die Künstler, und die Lions machen den Saal voll“, erklärt er salopp das Prinzip. Weiterlesen

„2017 hat mir nichts getan … also kann ich mich darauf freuen“

Yasser Nazari mit Kollegin Angela Heller

Yasser Nazari mit
Kollegin Angela Heller

(bs)  Soll man die Bettdecke über den Kopf ziehen oder im Schatten der Burg Henneberg Tango tanzen? Verschwörungs- theoretikern das Feld überlassen oder sich gar den Populisten geschlagen geben, ohne jemals in den Ring gestiegen zu sein? Oder den Fehdehandschuh aufnehmen und Teil einer sichtbaren, kritischen und lauten Öffentlichkeit werden?
Mit welchen Gedanken begrüßen regionale Vertreter aus Kultur, Sport, Ehrenamt und Wirtschaft das Jahr 2017? Weiterlesen

Ein Hauch von Orient in den Hüften

Am zweiten Tag wackeln die Hüften wie bei Salome

Am zweiten Tag wackeln die Hüften wie bei Salome

(bs) Wer das Ansinnen, einen Bauchtanzworkshop besuchen zu wollen, kundtut, erntet am Frühstückstisch ein süffisantes, lüsternes Grinsen. Ganz offensichtlich läuft hinter der männlichen Stirn bei dem bloßen Wort „Bauchtanz“ ein besonderer Film ab… Männer sind beim Kurs „Orientalischer Tanz“ in der Begegnungsstätte Bergstedt Mangelware – nicht, dass die Herren der Schöpfung nicht über mehr oder weniger Bauch verfügen würden, aber das Schwingen der Hüften bleibt acht Damen überlassen. Beate Uhlmann, charmante und versierte Übungsleiterin mit 30-jähriger Tanzerfahrung läutet eine kurze Vorstellungsrunde ein. Weiterlesen

Il canto del mondo – Alltagskultur des Singens

Christiane Cropp „schmettert“ vor und die Kinder singen mit

Christiane Cropp „schmettert“ vor
und die Kinder singen mit

(bs) Gerta Arnold (82), Christiane Cropp (74), Gabriele Heyde (78) und das „Küken“ der Il canto-Damen Angela Jessen (59c) sind pünktlich in der Kita Hohnerredder eingetroffen. Schnell sind sie in die Puschen geschlüpft – die Kita ist straßenschuhfreie Zone – und sitzen nun zur kleinen Vorbesprechung beisammen. „Haben wir das Carillon dabei?“, fragt die Wellingsbüttlerin Christiane Cropp. „Und die Blumen für Marie auf der Wiese?“ Angela Jessen nickt. Jede Dame hat einen Sommer-Liedplan vor sich, und da die Fünfte im Bunde – Inge Kramer – sich entschuldigen musste, sollen nun deren ursprüngliche Einsätze verteilt werden. Den „Kuckuck“ übernimmt Gerta, schnell sind die Lieder verteilt. 25 kleine Hocker – auch für die großen Leute – stehen im Kreis, die Tür öffnet sich und die ersten „Canto-Kinder“ nehmen Platz.  Weiterlesen

„Kann man das essen?“

„Ja, es schmeckt!“ Und irgendwie erinnert alles ein wenig an Knoblauch.

„Ja, es schmeckt!“
Und irgendwie erinnert alles ein wenig an Knoblauch.

(bs) Kennengelernt haben sich die studierten Biologinnen Katharina Henne (53) und Lore Otto (50) auf einer umweltpädagogischen Veranstaltung. „Ich habe Möglichkeiten aufgezeigt, wie man einen Kindergeburtstag im Grünen zu einem nachhaltigen Umwelterlebnis machen kann“, erzählt Lore Otto. „Und ich war begeistert!“, fügt Katharina Henne hinzu. Das ist nun schon ewige Zeit her… „Uns hat immer unsere umweltpädagogische Arbeit verbunden, außerschulisch für alle Altersgruppen Themen anzubieten, die den Teilnehmern – vom 3-jährigen Steppke bis zum Senior – die Natur näherbringt und sie erkennen lässt, wie das eigene Hadeln auf das Ökosystem wirkt“, so Lore Otto. „Die Zeit von Frontalunterricht ist lange vorbei. Wir bieten Umwelterlebnisse mit allen Sinnen, um Impulse zu geben“, erzählt Katharina Henne. Und einen Sinn, den die beiden Biologinnen besonders ansprechen, ist der Geschmackssinn.  Weiterlesen

Sebastian Vettel kann sich schon mal warm anziehen!

Michael Kroll und Gabriel

Michael Kroll und Gabriel

Direkt an den Müllbergen rechts ab, noch zweimal rechts – und das kleine Industriegebiet Hans-Böckler-Ring präsentiert sich menschenleer und ruhig… doch die sonntägliche Ruhe ist trügerisch, denn je näher man dem Gelände des TÜV Nord kommt, desto mehr ist ein Brummen zu vernehmen. Kinder in Rennanzügen, lässig den Helm in der einen Hand und den Muffin in der anderen, warten auf ihren Start: Es ist KartSlalom-Pokallauf auf dem Gelände des Hamburger Motorsport Clubs. Weiterlesen

Vorhabenbezogener Bebauungsplan für Randel

Seit 3 Jahren ist das „Randel“ geschlossen

Seit 3 Jahren ist das „Randel“ geschlossen

(bs) Viele gerade der älteren Wellingsbüttler haben die Schließung sehr bedauert und trauern bis heute ihrem Traditionslokal nach: dem Randel. Obwohl, auch wenn die Wellingsbüttler das Randel für sich vereinnahmen – postalisch gehört das Randel zu Poppenbüttel. Weiterlesen

Kleiber, Mittelspecht… und kein Biber! Ein Spaziergang mit dem Nabu

Michael Obladen, Sabine Cords und  Jürgen Brodrecht  vom Nabu Alstertal

Michael Obladen, Sabine Cords und Jürgen Brodrecht
vom Nabu Alstertal

(bs) Es nieselt. Es schüttet. Es regnet Strippchen. Und frau fragt sich, in welchem Anflug von Wahnsinn die Verabredung mit dem Nabu Alstertal getroffen wurde. Es plattert. Aber oberhalb der Burg Henneberg zeigt sich ein winziges Fleckchen Himmelblau. Die hochhackigen Stiefel werden gegen wasserfeste, profilsohlige Waldbrandaustreter getauscht, der wollige Damenblazer muss einer potthäßlichen Allwetterjacke weichen. Weiterlesen

25. Frühlingskonzert des „Orchester Duvenstedt“

Der Mai wird in Duvenstedt musikalisch begrüßt

Der Mai wird in Duvenstedt musikalisch begrüßt

(bs) “Erst hießen wir Jugend-Spielmannszug Duvenstedt, dann wurden wir das Blasorchester Duvenstedt, und jetzt sind wir das Orchester Duvenstedt”, erzählt Elisabeth Gay. “Blasmusik setzen viele Menschen mit Marschmusik gleich, die können wir natürlich auch, aber wir sind sehr breit aufgestellt und bieten den Zuhörern eine musikalische Palette von Udo Jürgens bis Beethoven im Bigband-Sound”, erklärt sie den Namenswandel. “Und Rock-Pop wie von Adele, The Doors oder One Direction können wir natürlich auch!” Weiterlesen

„In Mittelamerika fehlt noch was!” Reise-Schriftsteller Wolf-Ulrich Cropp

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(bs) Schlank, fast ein wenig hager, graue Haare und Bart, schwarzes Hemd… es fehlt nur noch ein braunes Cordsakko und man könnte meinen, einen Mathematik-Professor vor sich zu haben. Zwar kann der diplomierte Wirtschaftsingenieur Wolf-Ulrich Cropp (74) auch mit Zahlen jonglieren, doch das, was er liebt, ist das Spiel mit Worten. “Ich habe immer geschrieben, meist Kurzgeschichten und kleine Erzählungen. Gern hätte ich in jungen Jahren auch schon Bücher geschrieben, aber ich hatte doch arge Bedenken, ob sich damit der Lebensunterhalt sichern ließe”, erklärt Wolf-Ulrich Cropp.  Weiterlesen

Ehrenamtlich für Samtpfoten und kalte Hundenasen

„Hey Babe, komm’ ruhig ein wenig näher...“

„Hey Babe, komm’ ruhig ein wenig näher…“

“Um sich ehrenamtlich Tag für Tag im Tierschutz zu engagieren, muss man schon einen Knall haben”, sagt Gabriele Möller (69). Sie springt in eines der Katzenzimmer und schaut nach den zwei plüschigen Neulingen: “Och, die machen einen ganz munteren Eindruck”. Bespricht mit einer Helferin die Reihenfolge der Zimmerreinigung und die Fütterungszeiten. Verpasst der dicken schwarz-weißen Katze, die den Küchenstuhl annektiert hat und sich ihr lasziv entgegenreckt, schnell eine Streicheleinheit: “Na, du Süsse”, was zur Folge hat, dass sich drei weitere Schnurrer aufgefordert fühlen, sich um ihre Beine zu winden. Sie eilt nach draußen, um einer Katzenpatin mit Futter auszuhelfen, und weil sie nun schon mal draußen ist, wird schnell dem neuen Katzenhospiz ein Besuch abgestattet. “FIV, auch Katzen-Aids genannt, ist nicht selten. Leider sind diese Katzen nur schwer zu vermitteln. Sie sind munter und fröhlich, tragen aber das ansteckende Virus in sich, so dass sie nicht mit gesunden Tieren gehalten werden können. Sie können aber als Wohnungskatzen lange leben.”, erklärt Gabriele Möller. Weiterlesen