Wir sind dann mal weg…

Hervorgehoben

Hans-Joachim und Gabriele Schleicher 1954

Hans-Joachim und Gabriele Schleicher 1954

(bs)   Einige von Ihnen werden jetzt bedröppelt aus der Wäsche schauen, weil für Sie der „Alster-Anzeiger“ ein wichtiges Informationsmedium war. Andere werden sich vor Begeisterung auf die Schenkel hauen, weil sich „Käseblättchen“ im Allgemeinen doch nur eignen, um darin Fisch geruchsneutral zu verpacken. Letztere müssen nun auf unsere ehemaligen Mitbewerber zurückgreifen…
Nach 70 Jahren sagt der Alster-Anzeiger „Tschüss“ und verabschiedet sich aus der Medienlandschaft des Alstertals. Weiterlesen

„Was ist denn mit der Liebe los?“ Die „Philemoniker“ haben Antworten

Philemons schwungvolle Revuegirls und -boys

Philemons schwungvolle Revuegirls und -boys

(bs)  Probe. Jacken werden auf Fensterbänke geknautscht. Be-grüßungen schwirren durch den Gemeindesaal. „Hallo Ulf“, „Schön dich zu sehen, Thies“, „Tach Traute“. Pünktlich zum Probenbeginn haben die sechzehn Damen und Herren Tische und Stühle geschleppt und der kargen Bühne einen Hauch von Eckkneipe verliehen.
Harald Paulsen hebt die Arme. Es wird still. Er schlägt den ersten Ton auf dem Klavier an und der Raum füllt sich vielstimmig mit „ba-ba-ba“ und „la-la-la“. Die „Philemoniker“ ölen die Stimmbänder, singen sich ein für das gesangliche Repertoire, das an diesem Probenabend vor ihnen liegt. Für das Eröffnungslied der Revue „Was ist denn mit der Liebe los?“ haut Harald Paulsen in die Tasten, die „Philemoniker“ nehmen die Bühne in voller Breite ein und singen aus nicht minder voller Brust. Mitreißend, temperamentvoll – doch mit der Aufstellung der Sänger ist der Taktgeber noch nicht zufrieden. „Schaut doch mal auf eure Füße. So sieht doch keine Reihe aus“, bemerkt Paulsen. Sohlen schubbern übers Holz. „Vortreten, stillgestanden“, lacht Paulsen. Weiterlesen

Bühne frei: 25 Jahre Sonntagskonzerte im Sasel-Haus

Die Verantwortlichen für gute Musik und reibungslose Buchungen: Nasi Tiessen, Christine Weiß, Friedemann Boltes und Ute Hohmann

Die Verantwortlichen für gute Musik und reibungslose Buchungen:
Nasi Tiessen, Christine Weiß, Friedemann Boltes und Ute Hohmann

(bs)  „Unsere erfolgreiche Sonntagskonzert-Reihe verdanken wir Gerhard Kaiser und unserer ehemaligen 1. Vorsitzenden Antje Wilke. Musikwissenschaftler Kaiser fragte vor 25 Jahren an, ob er Musikseminare im Sasel-Haus geben könne. Im Zuge dessen warf er einen Blick in den großen Saal im Obergeschoss und rief aus: „Hier müsste man Konzerte geben!“ Und Antje Wilke erwiderte in ihrer unnachahmlichen Art: „Na, dann machen Sie mal!“ Weiterlesen

Gärtnerhof am Stüffel e.V. – Geldsegen von Alma Hoppe und den Lions

Stüffelaner haben einen grünen Daumen

Stüffelaner haben einen grünen Daumen

(bs)   „Es handelte sich bereits um die siebte Veranstaltung, die wir von den Lions Hoheneichen in Kooperation mit dem Kabarett Alma Hoppe auf die Beine gestellt haben“, erzählt Lions Club Mitglied Karsten Mehner (63), während im Hintergrund die Pferde wiehern. Jedes Jahr findet das Spendenkabarett in Alma Hoppes Lustspielhaus statt. „Nils Loenicker organisiert die Künstler, und die Lions machen den Saal voll“, erklärt er salopp das Prinzip. Weiterlesen

Kultur für Groß und Klein – direkt vor der Haustür

Vorstand und Mitarbeiter: v.l. Hanne Schrader, Bernd Jankowski, Karin Brennecke-Oeter, Tanja De la Rosa, Renate Frommhold, Dr. Helmut Stubbe da Luz und Bärbel Hermann

Vorstand und Mitarbeiter: v.l. Hanne Schrader, Bernd Jankowski,
Karin Brennecke-Oeter, Tanja De la Rosa, Renate Frommhold,
Dr. Helmut Stubbe da Luz und Bärbel Hermann

(bs)  Helmut Stubbe da Luz ist ein eher besonnener Mann. Das hindert den habilitierten Historiker aber nicht, sich für Themen und Projekte zu begeistern. Und diese Begeisterungsfähigkeit, die schnell auf andere abfärbt, bringt der passionierte Marathonläufer und Triathlet nun mit ein in die Begegnungsstätte Bergstedt e.V. Weiterlesen

„2017 hat mir nichts getan … also kann ich mich darauf freuen“

Yasser Nazari mit Kollegin Angela Heller

Yasser Nazari mit
Kollegin Angela Heller

(bs)  Soll man die Bettdecke über den Kopf ziehen oder im Schatten der Burg Henneberg Tango tanzen? Verschwörungs- theoretikern das Feld überlassen oder sich gar den Populisten geschlagen geben, ohne jemals in den Ring gestiegen zu sein? Oder den Fehdehandschuh aufnehmen und Teil einer sichtbaren, kritischen und lauten Öffentlichkeit werden?
Mit welchen Gedanken begrüßen regionale Vertreter aus Kultur, Sport, Ehrenamt und Wirtschaft das Jahr 2017? Weiterlesen

Tegelsbarg Geschichten – von Alltag-Forschung-Kunst

Die gelunge Präsentation der Tegelsbarger Alltagsgeschichten wurde mit viel Applaus belohnt

Die gelunge Präsentation der Tegelsbarger Alltagsgeschichten
wurde mit viel Applaus belohnt

(bs)   Mitte Dezember luden Alltagsforscher – Schauspieler, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Architekten und Ökologen – zu Tegelsbarger Geschichten ein. Erst waren sie zu zwölft mit roten Gartenstühlen im Poppenbütteler Ortsteil Tegelsbarg unterwegs und sammelten dabei in Gesprächen Geschichten. Dann hatten sich die Alltagskünstler an vier sonnigen Sommertagen mit ihren roten Gartenstühlen und aufblasbaren Schwimmtieren in den Stadtteil begeben, um über kleine künstlerische Interventionen mit den Menschen weiter ins Gespräch zu kommen. Weiterlesen

Ein Faible für die Kunst – Girlie Jahnke macht Schluss

Fast 20 Jahre verantwortlich für die Kunst im Torhaus - Girlie Jahnke

Fast 20 Jahre verantwortlich für die Kunst im Torhaus – Girlie Jahnke

(bs)  Wer einmal am Alsterlauf in Wellingsbüttel spazierengegangen ist, kennt es: das Torhaus Wellingsbüttel aus dem Jahre 1750. So alt das Gebäude ist, so lebendig ist es. Es lebt, weil es Menschen gibt, die ehrenamtlich Kultur ins beschauliche Wellingsbüttel tragen. Eine von ihnen ist Girlie Jahnke (77), die sich den bildenden Künsten verschrieben und fast zwei Jahrzehnte Kunstausstellungen im Torhaus realisiert hat. Weiterlesen

„Gib mir mal den Hammer“: Gemeinsam anpacken für Integration

Studenten aus verschiedenen Ländern, Gewerbeschüler und Geflüchtete planen gemeinsam das Begegnungshaus

Studenten aus verschiedenen Ländern, Gewerbeschüler und Geflüchtete
planen gemeinsam das Begegnungshaus

(bs) „Wenn ihr nach hinten geht, müsst ihr das Werkzeug mitbringen!“, schallt es Julia, Max und Nicolai hinterher. Junge Menschen sitzen unter freiem Himmel an großen Tischen. Zeichnen per Hand, planen am Tablet, reden über Dehnungsfugen und Kiesbedarf. Sie messen Multiplex-Platten aus, werfen die Kreissäge an, fügen die Teile zusammen und treiben die Spax-Schrauben ins Holz. Es wird gearbeitet auf dem Gelände Poppenbütteler Berg/ Ohlendiek. Weiterlesen

Il canto del mondo – Alltagskultur des Singens

Christiane Cropp „schmettert“ vor und die Kinder singen mit

Christiane Cropp „schmettert“ vor
und die Kinder singen mit

(bs) Gerta Arnold (82), Christiane Cropp (74), Gabriele Heyde (78) und das „Küken“ der Il canto-Damen Angela Jessen (59c) sind pünktlich in der Kita Hohnerredder eingetroffen. Schnell sind sie in die Puschen geschlüpft – die Kita ist straßenschuhfreie Zone – und sitzen nun zur kleinen Vorbesprechung beisammen. „Haben wir das Carillon dabei?“, fragt die Wellingsbüttlerin Christiane Cropp. „Und die Blumen für Marie auf der Wiese?“ Angela Jessen nickt. Jede Dame hat einen Sommer-Liedplan vor sich, und da die Fünfte im Bunde – Inge Kramer – sich entschuldigen musste, sollen nun deren ursprüngliche Einsätze verteilt werden. Den „Kuckuck“ übernimmt Gerta, schnell sind die Lieder verteilt. 25 kleine Hocker – auch für die großen Leute – stehen im Kreis, die Tür öffnet sich und die ersten „Canto-Kinder“ nehmen Platz.  Weiterlesen

Verändern heißt bewahren! – Neue Ideen für den Ohlsdorfer Friedhof

Kapelle 3 steht zur Disposition

Kapelle 3 steht zur Disposition

(bs) Die einen meiden den Ohlsdorfer Friedhof, hält er doch die eigene Vergänglichkeit vor Augen, andere nutzen den größten Parkfriedhof der Welt, um den morgendlichen Arbeitsweg gen City Nord zu verkürzen, und wieder andere wandeln zwischen Gräbern, Teichen und Kapellen, um der Stadt ein Stückchen Ruhe und Innehalten abzutrotzen. Doch der 388 Hektar große Friedhof ist im Wandel begriffen, denn die veränderte Bestattungskultur lässt Freiräume entstehen.  Weiterlesen

Hohensasel in Unruhe

Um bezirkliche Bürgerbegehren abzuwenden, haben Stadt und die Initiatoren der Volksinitiative „Hamburg für gute Integration“ einen Kompromiss ausgehandelt, der die Stadt zwingt, kleine Wohneinheiten für Geflüchtete zu schaffen, um die Integration möglich zu machen. Im ganzen Stadtgebiet, in allen Stadtteilen geraten nun auch kleinere stadteigene Flächen ins Visier des „Zentralen Koordinierungsstab Flüchtlinge“. Eine davon befindet sich in Sasel: eine Pferdekoppel, auf der ehemaligen S-Bahn-Trasse gelegen, nahe der Mellingburger Schleuse. Weiterlesen

Vorhabenbezogener Bebauungsplan für Randel

Seit 3 Jahren ist das „Randel“ geschlossen

Seit 3 Jahren ist das „Randel“ geschlossen

(bs) Viele gerade der älteren Wellingsbüttler haben die Schließung sehr bedauert und trauern bis heute ihrem Traditionslokal nach: dem Randel. Obwohl, auch wenn die Wellingsbüttler das Randel für sich vereinnahmen – postalisch gehört das Randel zu Poppenbüttel. Weiterlesen

„Zusammenspiel von Tradition & Moderne“ – Kleinhuis’ „Mellingburger Schleuse“

Die alte Bauerstube bleibt wie sie ist

Die alte Bauerstube bleibt wie sie ist

(bs) Dirk, der Kaminbauer schwingt die Mörtelkelle, Tischler schleifen die runden Stuhllehnen per Hand an, Teppichmesser schneiden Velour auf Maß, Elektriker turnen auf Leitern, Maler tauchen tiefbraune Täfelungen in ein zartes, helles Grau und ab und an dröhnen Hammerschläge und das Geräusch einer Flex durch das Haus. Mittendrin zwischen Abdeckplanen und Farbeimern eine charmante Karina Voß-Kleinhuis (45), die es trotz Hektik und Anspannung nicht versäumt, jedem Handwerker ein freundliches Wort zu gönnen. Weiterlesen

Weg mit den Plumpsklos – Eva und Jürgen Löper bauen Toiletten in Takurdwara

Es geht geordnet zu in der Primary-School

Es geht geordnet zu in der Primary-School

(bs) Sie schaut entwaffnend geradeaus. „Wir müssen uns der Sache noch einmal annehmen“, sagt Eva Löper fast be-schwörend. „Es vergeht kaum ein Markttag in Sasel oder Wellingsbüttel, an dem nicht jemand an unseren Stand kommt und nach den Fortschritten in Takurdwara fragt.“ Takurdwara – ein „Nest“ am Rande des Bardia Nationalparks. Mitten im Himalaya im tiefsten Nepal. Ein 800-Seelen-Dorf, in dem die Bewohner kleine Äcker bearbeiten, Korn, Obst und Gemüse anbauen und so für sich und ihre Familien das Überleben sichern.  Weiterlesen

25. Frühlingskonzert des „Orchester Duvenstedt“

Der Mai wird in Duvenstedt musikalisch begrüßt

Der Mai wird in Duvenstedt musikalisch begrüßt

(bs) “Erst hießen wir Jugend-Spielmannszug Duvenstedt, dann wurden wir das Blasorchester Duvenstedt, und jetzt sind wir das Orchester Duvenstedt”, erzählt Elisabeth Gay. “Blasmusik setzen viele Menschen mit Marschmusik gleich, die können wir natürlich auch, aber wir sind sehr breit aufgestellt und bieten den Zuhörern eine musikalische Palette von Udo Jürgens bis Beethoven im Bigband-Sound”, erklärt sie den Namenswandel. “Und Rock-Pop wie von Adele, The Doors oder One Direction können wir natürlich auch!” Weiterlesen

Wo, bitte, bleiben die Rezepte? Kirche Bergstedt plant ein Kochbuch

Ernst Allen und Maud Mundschenk planen ein Kochbuch  zur Unterstützung des Café International

Ernst Allen und Maud Mundschenk planen ein Kochbuch
zur Unterstützung des Café International

(bs) Maud Mundschenk (52) deutet mit einem Kopfnicken auf Ernst Allen (57). “Ja”, lächelt der Grafiker und Gestalter des Gemeindebriefes der Bergstedter Kirchengemeinde, “die Idee, zum Erntedankfest im Oktober ein Bergstedter Kochbuch herauszubringen, ist von mir. Kochbücher liegen mir, denn ich esse gern.” Eine Gemeinde, die ein Kochbuch auflegt, das ist jetzt weder neu noch vergleichbar mit der Erfindung des Rades, aber dahinter stecken reihenweise gute Gedanken, die dieses Kochbuch besonders werden lassen könnten. “Kochen ist mehr als die Zubereitung von Nahrungsmitteln. Kochen ist ein Handwerk, das vereint. Es bringt junge und alte Menschen zusammen, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen, Arme und Reiche. Weiterlesen

Lachmanns Einfälle: Mindesthaltbarkeit

LachMozzarella:3431

Ich bin keine Heldin der Sparsamkeit. Ich lasse mich zu Spontankäufen hinreißen von Dingen, die die Welt nicht braucht, achte im Supermarkt nicht unbedingt auf Angebote und greife flugs zum teuren Joghurt, weil die Verpackung Gesundheit suggeriert. Und entdecke ich einen grauen Schal in einer Auslage, muss ich ihn haben und lege ihn zu den anderen acht grauen Schals – ich liebe Grau. Nur beim Wegwerfen von Lebensmitteln werde ich „penschieterig“ – nicht unbedingt wegen der angefallenen Kosten, eher weil ich es für ungehörig halte Nahrungsmittel zu entsorgen. Weiterlesen

„In Mittelamerika fehlt noch was!” Reise-Schriftsteller Wolf-Ulrich Cropp

AACropp:Süd-Sudan:3430

(bs) Schlank, fast ein wenig hager, graue Haare und Bart, schwarzes Hemd… es fehlt nur noch ein braunes Cordsakko und man könnte meinen, einen Mathematik-Professor vor sich zu haben. Zwar kann der diplomierte Wirtschaftsingenieur Wolf-Ulrich Cropp (74) auch mit Zahlen jonglieren, doch das, was er liebt, ist das Spiel mit Worten. “Ich habe immer geschrieben, meist Kurzgeschichten und kleine Erzählungen. Gern hätte ich in jungen Jahren auch schon Bücher geschrieben, aber ich hatte doch arge Bedenken, ob sich damit der Lebensunterhalt sichern ließe”, erklärt Wolf-Ulrich Cropp.  Weiterlesen

Vom Aussterben bedoht – Der Alsterverein sucht Nachwuchs

Das Museum residiert im Torhaus Wellingsbüttel

Das Museum residiert im Torhaus Wellingsbüttel

(edg) Auf den ersten Blick klingt die Zahl nicht wirklich dramatisch, denn aktuell hat der im Februar 1900 gegründete Alsterverein 207 Mitglieder. Eigentlich genug für ein aktives Vereinsleben mit Veranstaltungen und gemeinsamen Ausfahrten. Doch dann ergänzt F. Ferdinand Ziesche: “Unser Altersdurchschnitt liegt bei 75,6 Jahre.” Der 1. Vorsitzende des Alstervereins leitet seit zwölf Jahren die Geschicke des Alstervereins, der sich der Erforschung und Verbreitung der Heimatgeschichte verschrieben hat. Seit 1985 leitet der Poppenbüttler auch das Alstertal-Museum, das im Torhaus Wellingsbüttel untergebracht ist. Vor zehn Jahren waren es noch rund 6.000 Besucher, die jährlich an den Wochenenden den Weg hierher fanden – inzwischen sind es nur noch gut 2.000.  Weiterlesen